Die Übertragung

Die felinen Coronaviren (FCoV) werden sowohl von Katzen ausgeschieden, die an FIP erkrankt sind, als auch von Katzen, die nicht erkrankt sind. Aber auch hier gibt es Ausnahmen. Definitiv scheiden Katzen das Virus aus, wenn sich der Körper in der Mutationsphase befindet (heisst, wenn eine Katze Varianten des FCoV ausgesetzt ist, die mutiert sind und damit die Fähigkeit erlangt haben, sich im Körper der Katze zu vermehren, zu verändern und FIP zu verursachen). 

Die Mutationsphase kann Wochen oder Monate andauern, bevor der Besitzer erst die Anzeichen der FIP bei der Katze erkennen könnte (Apathie, antibiotikaresistentes Fieber, Appetitmangel und evtl. Flüssigkeitsansammlung im Bauchraum). Während dieser Zeit (Wochen bzw. Monate) scheidet die Katze vermehrt das FCoV aus. Man hat herausgefunden, dass zu Anfang der Mutation wenig Coronaviren ausgeschieden werden und je mehr es dem "Ende" zugeht, die Ausscheidung der Coronaviren zunimmt.

 Eine andere, z.B. eine mit im Haushalt lebende Katze, ist also den Viren schon lange ausgesetzt, bevor der Besitzer überhaupt merkt, dass vermehrt Coronaviren ausgeschieden werden. Oft denken Katzenbesitzer, sie könnten die Zweitkatze nun durch eine Impfung schützen oder durch räumliche Trennung bis zum Tod der Erstkatze die Zweitkatze noch schützen. Auch sehr viele Tierärzte sind auf diesem Gebiet nicht (gut) genug informiert. Alle Massnahmen, die bei der Zweitkatze unternommen werden, um sie nun "zu schützen" werden im besten Fall gar nichts bringen und im schlechtesten Fall der Zweitkatze schaden. Dies wird an anderer Stelle aber noch mal erläutert.

Coronaviren sind chloroform, hitze-, pH- und ätherlabil. Einige Coronaviren-Stämme können jedoch nach Antrocknen an der Oberfläche drei bis sieben Wochen lang bei Raumtemperatur infektiös bleiben. Deshalb können diese Viren auch indirekt über Kleidungsstücke übertragen werden. Man sollte sich hier aber nicht verrückt machen. Wenn man das tut, darf man nie mehr aus dem Haus gehen und keinen Besuch empfangen, um die Gefahr zu minimieren. Übertragen wird in jedem Fall nur das "normale" FCoV und nicht das mutierte Virus! Nur wenn das Virus beispielsweise aus Ergussmaterial entnommen werden würde und anschließend einer anderen Katze mittels Injektion verabreicht werden würde, entwickeln die Katzen ebenfalls FIP.

Als "Übertragungsweg" spielt die Ausscheidung mit dem Kot die größte Rolle. Daher infizieren sich auch eher reine Wohnungskatzen über das gemeinsam genutzte Katzenklo. Freigänger benutzen selten Stellen, an denen bereits vor ihnen eine Katze Kot abgesetzt hat.

Eine Übertragung auf die ungeborenen Kitten kann zwar vorkommen, jedoch spielt dieser Übertragungsweg keine große Rolle. Vielmehr infizieren sich die jungen Katzen erst im Alter von 6-8 Wochen, wenn der Schutz durch die maternalen Antikörper nachläßt.

 

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