Indirekter Erregernachweis

Bei den indirekten Erregernachweisen sind die Testverfahren danach ausgerichtet, Antikörper nachzuweisen. 

Da aber bei FIP der Nachweis der Antikörper lediglich aussagt, dass die Katze in ihrem Leben einmal Kontakt mit Coronaviren hatte und das das Immunsystem gut in der Lage war, Antikörper gegen das Virus zu bilden. Es bedeutet nicht, dass die Katze akut erkrankt ist!

Deshalb sind die Testverfahren in Bezug auf den indirekten Erregernachweis nicht aussagekräftig dafür, ob eine Katze an FIP erkrankt ist oder nicht.

FIP-Tests in der Tierarztpraxis

Sollte Euer Tierarzt einen solchen Test in seiner Praxis durchführen wollen, widersetzt Euch dieser Maßnahme. Dieser Test ist teuer (zwischen 30 und 40 Euro) und sagt rein gar nichts aus. Er wird manchmal auch als "eine Art Schwangerschaftstest" beschrieben. Das Röhrchen wird mit wenig Blut "gefüllt". Färbt sich das Testfeld rot hat die Katze Antikörper gebildet und wahrscheinlich einen Antikörpertiter. Mehr sagt dieser Test nicht aus. Wenn der Tierarzt behauptet, aus der Intensität der Farbe feststellen zu können, wie hoch der Titer ist, so ist das einfach nicht korrekt möglich!

Wenn ihr also gerne zumindest wissen wollt, ob Eure Katze einen Titer hat und wie hoch dieser ist, dann lasst das Blut in einem Labor darauf untersuchen. Diese Untersuchung im Labor ist wesentlich kostengünstiger und ihr erfahrt die Höhe des Titers (Kosten ca. zwischen 15 und 20 Euro). Allerdings macht es sowieso keinen Sinn nur den Titer zu erfahren, wenn ihr glaubt, Eure Katze ist krank. Dann sollte man lieber gleich ein großes Blutbild (inkl. dem Titer) in einem Labor erstellen lassen.

Ein guter Tierarzt, dem Euer Portemonnaie und das Leben Eurer Katze wichtig ist, wird Euch keinen FIP-Test in seiner Praxis "aufschwatzen" sondern gleich ein Blutbild empfehlen.

Bestimmung des Antikörpertiters in einem Labor

In manchen Situationen kann es hilfreich sein, den Antikörpertiter festzustellen. Der Test kann für Züchter hilfreich sein, um ihren Haushalt auf das Vorkommen des Virus zu testen. Er kann aber auch hilfreich sein, wenn eine Katze krank ist und man in dem Zusammenhang den Antikörpertiter wissen möchte.

Eines sollte man sich allerdings klar machen: Ein Antikörpertiter sagt nur aus, daß die Katze einmal mit dem Coronavirus Kontakt hatte und Antikörper gebildet hat. Niedrige und mittlere Titer (bis zu 1:400) sollten gar nicht interpretiert werden. Nur ein negativer oder ein sehr hoher Titer kann im Krankheitsfall eine Rolle spielen.

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